Eine meiner Lieblings-Apps zur Videobearbeitung ist vielleicht eher unbekannt: Splice, erhältlich im App Store und im Google Play Store. Ich nutze sie schon lange und mag es, wie unkompliziert sie zu bedienen ist. So unkompliziert, dass damit auch das eine oder andere GaLaBau-Video schnell in der Mittagspause im Bauwagen oder auf der Heimfahrt im Sprinter fertig geschnitten werden kann!
Was mir an Splice gefällt
Splice funktioniert sowohl auf dem Tablet als auch auf dem Smartphone und lässt sich intuitiv bedienen. Für schnelle Schnitte zwischendurch ist sie für mich unschlagbar: App öffnen, Projekt anlegen, Bilder oder Clips importieren, zurechtschneiden, exportieren – fertig. Gerade unterwegs oder wenn es schnell gehen muss, ist das für meine Arbeit enorm hilfreich.
Untertitel & kleine Einschränkungen
Untertitel einzufügen geht ebenfalls problemlos, ist aber auf dem Smartphone etwas fummelig. Das liegt weniger an der App selbst als an der Displaygröße. Da ich nicht ständig Videos untertitele, geht mir das allerdings mit anderen Video-Editoren ebenso.
Eine echte Einschränkung ist die fehlende automatische Synchronisation: Videos, die ich am iPhone bearbeite, erscheinen nicht automatisch in der iPad-Version – und umgekehrt. Wer auf mehreren Geräten arbeitet, sollte das im Hinterkopf behalten.
Praktisch für meinen Workflow: eigene Musik importieren
Für mich besonders nützlich: Musik, die ich am Rechner z. B. mit Suno erstelle, kann ich ganz einfach in die Splice-Audiothek meines iPads laden. Damit habe ich meine eigenen Soundtracks direkt griffbereit und kann Videos individuell vertonen, ohne zusätzliche Tools oder Umwege. Während die in Splice bereits vorhandene Audios bei Instagram und Facebook-Videos nicht abgespielt werden (anscheinend aufgrund urheberrechtlicher Bedenken?), gibts mit den Suno-Tracks keine Probleme. Allerdings auch hier das Synchronisationsproblem: um die Dateien ins Smartphone zu laden, ist ein Umweg nötig.
Einfacher Export
Der fertige Film lässt sich in vier verschiedenen Auflösungen als mp4 oder mov-Datei herunterladen. Ein bisschen nervts, dass man sein bevorzugte Auflösung und das Dateiformat nicht speichern kann.
Kosten – aber lohnend
Seit diesem Jahr ist Splice zumindest im App Store nur noch kostenpflichtig nutzbar, wenn man die Funktionen regelmäßig und umfassend einsetzen möchte. Die rund 90 Euro pro Jahr sind für mich dennoch gut investiertes Geld: Die App spart Zeit, funktioniert zuverlässig und begleitet mich in meinem mobilen Arbeitsalltag.
Mein Fazit
die Splice ist keine große All-in-one-Videoproduktions-Software – aber genau das macht sie für mich wertvoll. Sie ist schnell, übersichtlich und perfekt für alle, die ihre Videos unkompliziert auf mobilen Geräten schneiden wollen. Vielleicht ist sie auch für dich ein hilfreicher Baustein im Workflow.
PS: Manches, was mich nervt, ist vielleicht genau dem geschuldet: dass die App so einfach ist, dass ich mich gar nicht erst in die Tiefen der Funktionen einarbeite.
