von Susanne Wannags | 10. Dez. 2025 | textprojekte, Vorgestellt
Eine meiner Lieblings-Apps zur Videobearbeitung ist vielleicht eher unbekannt: Splice, erhältlich im App Store und im Google Play Store. Ich nutze sie schon lange und mag es, wie unkompliziert sie zu bedienen ist. So unkompliziert, dass damit auch das eine oder andere GaLaBau-Video schnell in der Mittagspause im Bauwagen oder auf der Heimfahrt im Sprinter fertig geschnitten werden kann!
Was mir an Splice gefällt
Splice funktioniert sowohl auf dem Tablet als auch auf dem Smartphone und lässt sich intuitiv bedienen. Für schnelle Schnitte zwischendurch ist sie für mich unschlagbar: App öffnen, Projekt anlegen, Bilder oder Clips importieren, zurechtschneiden, exportieren – fertig. Gerade unterwegs oder wenn es schnell gehen muss, ist das für meine Arbeit enorm hilfreich.
Untertitel & kleine Einschränkungen
Untertitel einzufügen geht ebenfalls problemlos, ist aber auf dem Smartphone etwas fummelig. Das liegt weniger an der App selbst als an der Displaygröße. Da ich nicht ständig Videos untertitele, geht mir das allerdings mit anderen Video-Editoren ebenso.
Eine echte Einschränkung ist die fehlende automatische Synchronisation: Videos, die ich am iPhone bearbeite, erscheinen nicht automatisch in der iPad-Version – und umgekehrt. Wer auf mehreren Geräten arbeitet, sollte das im Hinterkopf behalten.
Praktisch für meinen Workflow: eigene Musik importieren
Für mich besonders nützlich: Musik, die ich am Rechner z. B. mit Suno erstelle, kann ich ganz einfach in die Splice-Audiothek meines iPads laden. Damit habe ich meine eigenen Soundtracks direkt griffbereit und kann Videos individuell vertonen, ohne zusätzliche Tools oder Umwege. Während die in Splice bereits vorhandene Audios bei Instagram und Facebook-Videos nicht abgespielt werden (anscheinend aufgrund urheberrechtlicher Bedenken?), gibts mit den Suno-Tracks keine Probleme. Allerdings auch hier das Synchronisationsproblem: um die Dateien ins Smartphone zu laden, ist ein Umweg nötig.
Einfacher Export
Der fertige Film lässt sich in vier verschiedenen Auflösungen als mp4 oder mov-Datei herunterladen. Ein bisschen nervts, dass man sein bevorzugte Auflösung und das Dateiformat nicht speichern kann.
Kosten – aber lohnend
Seit diesem Jahr ist Splice zumindest im App Store nur noch kostenpflichtig nutzbar, wenn man die Funktionen regelmäßig und umfassend einsetzen möchte. Die rund 90 Euro pro Jahr sind für mich dennoch gut investiertes Geld: Die App spart Zeit, funktioniert zuverlässig und begleitet mich in meinem mobilen Arbeitsalltag.
Mein Fazit
die Splice ist keine große All-in-one-Videoproduktions-Software – aber genau das macht sie für mich wertvoll. Sie ist schnell, übersichtlich und perfekt für alle, die ihre Videos unkompliziert auf mobilen Geräten schneiden wollen. Vielleicht ist sie auch für dich ein hilfreicher Baustein im Workflow.
PS: Manches, was mich nervt, ist vielleicht genau dem geschuldet: dass die App so einfach ist, dass ich mich gar nicht erst in die Tiefen der Funktionen einarbeite.
von Susanne Wannags | 19. Juni 2025 | textprojekte, Vorgestellt
In den sozialen Netzwerken aktiv zu sein, gehört für viele Garten- und Landschaftsbau-Betriebe inzwischen zum Alltag. Doch gerade bei der Gestaltung von Videos und Reels für Instagram oder Facebook gibt es ein Detail, das schnell übersehen wird – aber teuer werden kann: die rechtssichere Nutzung von Musik.
Ich selbst habe kürzlich eine Instagram-Story mit Musik gepostet und einen Link zu meiner Website eingefügt. Ein Freund machte mich darauf aufmerksam, dass diese Kombination aus Musik und kommerziellem Kontext problematisch sein kann. Und weil ich regelmäßig kreative Beiträge aus dem Garten- und Landschaftsbau sehe, teile ich diesen Social Media Tipp für den Galabau gern weiter*.
Musik in Social Media – was für Unternehmen gilt
Viele wissen nicht: Wer einen Business-Account auf Instagram oder Facebook nutzt, darf nicht automatisch auf dieselben Musikstücke zugreifen wie private Nutzer und Nutzerinnen. Auch wenn manche Titel verfügbar sind, heißt das noch lange nicht, dass sie für kommerzielle Zwecke (z. B. für einen Firmen-Post) genutzt werden dürfen.
Drei bessere Alternativen
1. Meta Sound Collection
Eine zuverlässige Quelle für rechtssichere Musik bietet die Meta Sound Collection – vorausgesetzt, das Unternehmen verfügt über ein Facebook-Unternehmenskonto. In der Meta Business Suite lässt sich diese Sammlung unter „Alle Tools“ aufrufen. Die dort enthaltenen Musikstücke sind für die kommerzielle Nutzung freigegeben.
Wer auch ohne Umweg über die Business-Suite auf Instagram posten möchte – so gehts:
• Titel in der Meta Sound Collection auswählen
• prüfen, ob sie auch über die Instagram-Audiofunktion verfügbar sind
• wenn ja: speichern und bedenkenlos verwenden
2. Lizenzfreie Musik kaufen
Wie bei Stockfotos gibt es auch Musik-Plattformen, auf denen du lizenzfreie Songs erwerben kannst – entweder per Abo oder als Einzeltrack. Wichtig: Schau dir genau an, ob (und wie) du den Künstler nennen musst. Das ist Teil der Lizenzbedingungen.
3. KI-generierte Musik
Auch Künstliche Intelligenz bietet neue Wege: Mit Tools wie Suno oder Udio lassen sich individuelle Musikstücke auf Basis von Textvorgaben („Prompts“) erzeugen. Für die kommerzielle Nutzung ist allerdings in der Regel ein kostenpflichtiger Pro-Plan erforderlich.
Rechtlich noch ungeklärt: Im Januar 2025 hat die GEMA Klage gegen Suno eingereicht – mit dem Vorwurf, dass die KI auf urheberrechtlich geschützte Werke trainiert wurde. Aktuell hat das zwar keine unmittelbaren Auswirkungen auf Nutzerinnen und Nutzer – die rechtliche Lage könnte sich jedoch ändern.
Lieber auf Nummer sicher gehen
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein kleiner Gartenbaubetrieb juristischen Ärger wegen der Nutzung von Songs internationaler Musikstars bekommt, mag gering erscheinen – ausgeschlossen ist sie nicht. Und: Auch wenn es sich „nur“ um einen Instagram-Post handelt – unerlaubte Musiknutzung stellt eine Urheberrechtsverletzung dar und kann im Ernstfall teuer werden.
Mein Tipp: Wer regelmäßig mit Musik auf Instagram arbeitet, sollte sich mit den Nutzungsrechten vertraut machen – und bei Unsicherheiten lieber auf rechtssichere Alternativen zurückgreifen.
*Dieser Post ist rein informativ und keine Rechtsberatung. Rechtssichere Auskünfte bekommst du nur bei einem Medienanwalt.
Foto: Vika Glitter auf Pixabay
von Susanne Wannags | 9. Mai 2024 | textprojekte, Vorgestellt
WhatsApp komprimiert Fotos. Aus einem druckfähigen Bild wird so ein Foto, das gerade mal für einen SocialMedia-Post reicht. Wer Fotos über WhatsApp in Originalgröße verschicken will, muss die Bilder als Dokumente anhängen. So gehts: WhatsApp aufrufen, auf das Plus neben dem Textfeld drücken. Im Menü „Dokument“ wählen, dann Bilder bzw. Videos auswählen, abschicken – fertig.
von Susanne Wannags | 2. Mai 2019 | textprojekte
Standardpapier im Büro, beispielsweise für den Drucker, liegt bei etwa 80 Gramm pro Quadratmeter. Die inneren Seiten von Zeitschriften und Broschüren sind in der Regel auf 90-Gramm-Papier gedruckt. Merksatz: je repräsentativer, edler und eindrucksvoller es sein soll, desto schwerer darf das Papier sein.
So wirken Flyer und Broschüren mit Papieren von 120 bis 125 g/m2 schon sehr viel hochwertiger. Mit mehr Gewicht werden die Seiten immer stabiler. 250- bis 300-Gramm-Papier eignet sich für den Umschlag hochwertiger Magazine, aber auch für den Innenteil exklusiver Broschüren. Visitenkarten werden ebenfalls häufig auf diesem Papier gedruckt. Ab 300 Gramm erinnert das Papier immer mehr an Karton, bei 400 Gramm fühlt man sich beispielsweise an die Stärke der typischen Ansichtskarte erinnert.
Bei einigen (Online-)Druckereien kann man Papier- und Materialmuster bestellen – gratis oder für einen geringen Betrag, der häufig bei der ersten Bestellung ganz oder teilweise erstattet wird. So lassen sich nicht nur Papierstärken „erfühlen“, sondern auch das Endergebnis auf dem entsprechenden Papier beurteilen – oft auch noch in unterschiedlicher Veredelung. Auch Folien, Kartone und andere Materialien gibt es als Muster. Wer häufiger Werbematerial benötigt, sollte sich eine Musterbox oder ein Papiermusterbuch zulegen, beispielsweise von www.diedruckerei.de
von Susanne Wannags | 25. Apr. 2019 | textprojekte
Ein-Bruch- oder Parallelfalz
Das ist die einfachste Art, ein Blatt Papier zu falten. Aus A4 wird so gefaltet ein A5-Format, aus A5 wird A6. Es entsteht eine Klappkarte. Entsprechend eignet sich der Einbruchfalz zum Beispiel für Einladungskarten und Seminarprogramme.
Kreuzbruchfalz
Hier wird das Blatt zweimal gefaltet – einmal längs und einmal quer. Diese Falzart eignet sich beispielsweise für Poster. Auf diese Weise entstehen aus einem Blatt vier (mit Rückseite acht) durch Falze markierte Seiten – aus das lässt sich kreativ nutzen.
Fenster- oder Altarfalz
Ein Fensterfalz entsteht, wenn man ein Blatt Papier in vier gleiche Teile teilt und die beiden äußeren Stücke nach innen klappt. Hier entstehen zwei unregelmäßige Flächen, die es zu füllen gilt: die schmalen „Flügel“ und der doppelt so breite Mittelteil. Eine andere Variante sind längere Formate, bei denen das Fenster erst sichtbar wird, wenn man den Flyer einmal aufklappt. Hier entstehen vier bzw. acht gleich große Seiten. Der Altarfalz eignet sich für Informatioen, die den Betrachter überraschen sollen. Wie beim „Türchen“ öffnen im Advent muss die Botschaft erst einmal „ausgepackt“ werden.
Zickzackfalz oder Leporello
Das (oder auch den) Leporello verdanken wir Mozart. Leporello heißt der Diener von Don Giovanni, der die Aufgabe hatte, für seinen Herrn eine Liste von dessen Liebschaften zu führen. Um trotz der vielen Namen den Überblick nicht zu verlieren faltete Leporello kurzerhand Papier im Zickzack. So bekam die durchaus eindrucksvolle Liste ein handliches Format.Hier zeigt sich bereits eine Verwendungsmöglichkeit: Listen aller Art, beispielsweise Speisekarten. Auch Wanderkarten sind meist im Zickzack gefaltet, bevor sie in der Höhe noch einmal halbiert oder gedrittelt werden. Auch für Bilder und Bilderrahmen eignet sich diese Falzart.
Wickelfalz
Der Wickelfalz ähnelt dem Zickzackfalz, allerdings „versteckt“ sich die letzte Seite des Flyers im Inneren. Und es gibt noch einen Unterschied: während beim Zickzackfalz alle Seiten gleich groß sind, werden sie beim Wickelfalz immer schmaler, da die inneren Seiten ja von den äußeren umschlossen werden müssen.
Wie viele Seiten mit einer bestimmten Falzart machbar sind, hängt auch immer von der Papierstärke ab.