Am 1. Juni 2005 habe ich den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt – ungeplant, aber im Rückblick genau richtig. Heute, 20 Jahre später, arbeite ich immer noch mit Begeisterung als freiberufliche Journalistin – vor allem für Unternehmen und Verlage aus der Grünen Branche.
Wie alles begann
Damals arbeitete ich in einem Redaktionsbüro – und saß plötzlich mitten in einem persönlichen Kleinkrieg zwischen zwei Projektpartnern, einer davon mein Chef. Kommunikation? Fehlanzeige. Stattdessen: Drama. Irgendwann war klar – hier geht’s nicht weiter. Also habe ich gekündigt.
Was mich damals am meisten verblüfft hat: Fünf Jahre lang hieß es, ich sei unentbehrlich. Zwei Wochen Urlaub am Stück waren Luxus, Überstunden selbstverständlich, und auch mit Fieber saß ich am Schreibtisch. Ich mochte meinen Job – wirklich! Aber als ich dann meine Kündigung auf den Tisch legte, wurde ich innerhalb von fünf Minuten ersetzt. So viel zum Thema „unersetzlich“. Ein Aha-Erlebnis auf dem Weg zur Selbstständigkeit – Lektion gelernt.
Der Start ins Unbekannte
Einen Masterplan hatte ich nicht. Der Bayerische Journalistenverband empfahl mir nur, mich arbeitslos zu melden. Von Gründungszuschuss oder Übergangsgeld wusste dort offenbar niemand. Zum Glück stolperte ich zufällig im Internet genau einen Tag vor dem Arbeitslosenantrag über diese Möglichkeit. Zack – beim Amt geregelt. Lief.
Ein befreundeter BWL-Professor half mir mit dem Businessplan, denn auch ein Sozioökonomie-Studium mit 50 % BWL schützt nicht vor praktischer Ahnungslosigkeit. Aber: Buchhaltung und Steuern konnte ich dank meiner kaufmännischen Ausbildung – und das war und ist Gold wert.
Mein Start als freie Journalistin
Wenige Tage nach der Kündigung klingelte das Telefon: Eine Kollegin vom Ulmer Verlag fragte, ob ich freiberuflich für ihre grünen Zeitschriften schreiben wolle. Äh … ja, bitte!
Dann waren da Unternehmer aus der grünen Branche, die mir erste PR-Aufträge gaben. Menschen, denen ich bei Netzwerktreffen begegnete, und die mich weiterempfohlen haben. In meinem Volontariat und bei meinen Redaktionsstellen hatte ich nicht nur das Schreiben gelernt, sondern auch, wie man ganze Magazine produziert – vom Konzept über Bildbearbeitung bis Layout. Dieses Know-how sprach sich herum und bald durfte ich ganze Verlagsproduktionen betreuen. Das tue ich bis heute.
GartenVisionen: Ein Kundenmagazin für GaLaBau-Betriebe
2009 entstand gemeinsam mit einem Grafiker die Idee zu den GartenVisionen – einem Kundenmagazin für GaLaBau-Betriebe. 2010 erschien mit Unterstützung des VGL Niedersachsen-Bremen die erste Ausgabe. Auch dieses Projekt lebt von vielen glücklichen Fügungen und tollen Menschen. Wer mitgezählt hat: 15 Jahre GartenVisionen – und damit ein weiteres Jubiläum!
Kreative Projekte für die Grüne Branche
In zwei Jahrzehnten Selbstständigkeit ist eine bunte Mischung an Projekten entstanden: Gartenfotografie, Fachartikel, Bücher, Online-Marketing und PR-Beratung – vor allem für Unternehmen aus der Grünen Branche. Ich darf nach wie vor das tun, was ich liebe – und das auf meine Weise.
Ich bin dankbar für alle Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben – viele von ihnen tun das bis heute. Ohne euch wäre vieles nicht möglich gewesen. Ich freue mich auf alles, was noch kommt!
