Sommer im Allgäu, ein Messe-Sonderheft für die DEGA GaLaBau, erste Videoerfahrungen und ein Blick zurück auf die Entstehung der GartenVisionen: Mein persönlicher Monatsrückblick auf den Juni als Fachjournalistin im Garten- und Landschaftsbau.
Wenn ich den Juni in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wahrscheinlich so: viel Arbeit, viel Sommer – und die Erkenntnis, dass manches nicht so schwer ist, wie man denkt.
Im Allgäu ließ es sich an den heißen Tagen deutlich besser aushalten als in vielen anderen Regionen Deutschlands. Trotzdem galt die Devise: morgens früh lüften, dann die Läden zu und möglichst keine unnötigen Höchstleistungen. Andererseits hat es Vorteile, wenn es schon am Morgen angenehm warm ist. Ich war wieder häufiger draußen: mit dem Fahrrad zum See, walken, baden – und das alles vor dem Frühstück.



Bei Hitze verkleinert sich die Familie tagsüber deutlich. Zwei von drei Katern verschwinden und lassen sich nur zu den Fresszeiten blicken, die vierte im Bunde – unsere Katzendame – ist sogar noch länger unterwegs und kommt meistens erst in der abendlichen Dämmerung zurück, gerne mit großer Maus im kleinen Maul. Mäusegeschenke gab es übrigens in diesem Monat überdurchschnittlich viele. Auch nachts waren die Vierbeiner aktiv – manchmal auch begleitet von ihren Dosenöffnern.



Ein Heft von Anfang bis Ende
Beruflich stand der Juni vor allem im Zeichen des Messe-Sonderheftes für die DEGA GaLaBau. Diese Projekte mag ich als Fachjournalistin sehr, denn es geht dabei nicht nur um einzelne Texte, sondern um Themenplanung, Struktur, Abstimmungen und letztlich darum, aus vielen Einzelteilen ein stimmiges Ganzes zu machen.
Es ist tatsächlich nichts, was ich dauerhaft, also monatlich oder gar wöchentlich, machen möchte. Aber zwei- oder dreimal im Jahr sind solche Projekte für mich immer wieder ein Highlight. Vielleicht auch deshalb, weil sie nur funktionieren, wenn über viele Jahre Vertrauen gewachsen ist.
Videos – und ein bisschen KI-Input
Außerdem habe ich mich im Juni intensiver mit Videos beschäftigt. Vor allem deshalb, weil ich die verschiedenen Bereiche meiner Arbeit, die über das journalistische hinaus gehen, gerne auch in bewegten Bildern zeigen möchte. Die eigentliche Herausforderung war dabei weniger das Schneiden oder Texten als das Filmen selbst. Vor allem die Frage: Wo filme ich eigentlich?
Ich habe ein kleines, volles Büro, und auch meine eher übersichtlich große Wohnung hat keine Wand, an der nicht irgendetwas steht. In kleinen Räumen ist der Hintergrund fast genauso wichtig wie das Motiv selbst. Was sieht man im Bild? Was lenkt ab? Wo ist genug Licht? Diese Überlegungen haben deutlich mehr Zeit gekostet als erwartet.
Übrigens war die KI hier ein wirklich nützlicher Helfer – vor allem bei der Suche nach einem geeigneten Filmort. Ich habe einfach ein paar Fotos der Räume hochgeladen und hatte kurze Zeit später drei mögliche Drehorte zur Auswahl. Eine wichtige Erkenntnis dabei: Für viele Dinge braucht es gar kein professionelles Equipment. Neuanschaffungen waren nicht nötig. Alles ließ sich mit Bordmitteln – allen voran dem Smartphone – umsetzen. Durch viele Jahre Fotografieren ist bereits erstaunlich viel Wissen und Technik vorhanden.


Allerdings: Ganz so einfach, wie es in Social-Media-Anzeigen für Video-Workshops oft dargestellt wird, ist es nicht. Bis ein Film mit Dramaturgie, Schnitt, Untertiteln, Ton und Musik steht, vergehen gut und gerne zwei bis drei Arbeitstage. Und da reden wir immer noch von einem „Gebrauchsvideo“ und nicht von einem filmischen Highlight. Das Ergebnis war übrigens mein erstes Video über unser Kundenmagazin GartenVisionen, das speziell für Garten- und Landschaftsbaubetriebe entwickelt wurde – zu sehen hier.
Digitale Ordnung vs. kreatives Schreibtischchaos
In der vergangenen Woche habe ich dann noch eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der GartenVisionen gemacht. Für einen Social-Media-Beitrag wollte ich die Postkarte aus dem Jahr 2009 wiederfinden, aus der später das Kundenmagazin für Landschaftsgärtner entstanden ist. Nach einer Suche von etwa fünf Minuten hatte ich sie auf einer alten Festplatte ausgegraben – offenbar funktioniert mein digitales Ablagesystem besser, als es der Zustand meines Schreibtisches manchmal vermuten lässt.


Es war spannend zu sehen, wie aus einer kleinen Idee über die Jahre ein Magazin geworden ist, das heute seinen festen Platz gefunden hat. Manche Projekte begleiten einen deutlich länger, als man zu Beginn denkt. Die Entstehungsgeschichte gibts übrigens auf Instagram.
Der Juni war arbeitsreich, sommerlich und voller kleiner, guter Momente. Kein spektakulärer Monat – aber einer, der sehr viel Spaß gemacht hat.